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Thema des Monats

Melkroboter im Landkreis Harburg

Was haben die Orte Winsen, Todtshorn, Otter, Pattensen, Stelle, Bahlburg, Bullenhausen, Ashausen, Scharmbeck, Borstel, Glüsingen, Halvesbostel, Daerstorf, Heidenau und Salzhausen gemein? Dort laufen „Melkroboter“.


Auch im Landkreis Harburg setzen immer mehr Milchbauern auf vollautomatische Melksysteme. Der Melkroboter ist 24 Stunden am Tag in Betrieb. Jede Milchkuh kann frei entscheiden, wann und wie oft Sie am Tag zum Melken geht. Der Roboterarm setzt das sensorgesteuerte Melkgeschirr automatisch an, nachdem die Zitzen gereinigt worden sind. Der Computer misst die Milchleistung der Kühe und stellt fest, wenn etwas nicht stimmt. Er merkt auch, wenn eine Kuh nicht zum Melken erscheint, und schickt eine Meldung zum Bauern.


Der Landwirt erhält diese Informationen durch den regelmäßigen Blick in seinen Computer oder auf sein Handy. Im Computer werden alle Daten aufgezeichnet und können ausgewertet werden. So kann der Landwirt seine Arbeitszeit freier einteilen und ist nicht an starre Melkzeiten morgens und abends gebunden. Oft bedeutet das: Kein regelmäßiges Aufstehen mehr zu nachtschlafender Zeit! 


Ein weiterer Grund, warum der Melkroboter eingesetzt wird ist das fehlende Personal zum Melken auf den Betrieben. Nicht nur auf den Milchviehbetrieben, sondern generell in der Landwirtschaft im Landkreis Harburg wird es immer schwieriger, Arbeitskräfte für die Landwirtschaft zu begeistern. Kommt schwere körperliche Arbeit dazu wird es noch aussichtsloser.


Selbstverständlich hat diese moderne Technik auch ihren Preis. Zudem muss häufig ein Stallumbau erfolgen, damit die Kühe auf ihren Laufwegen zum Roboter gelenkt werden. Ein Melkroboterplatz für etwa 60 Kühe kostet in der Anschaffung zwischen 100.000 und 150.000 Euro.

Aber wie es mit der Technik so ist; sie funktioniert nicht immer einwandfrei. Dann muss der Landwirt selbst eingreifen. Ein Roboter braucht wie ein Schlepper viel Pflege, damit er störungsfrei läuft. Daher hat ein Landwirt mit einem Melkroboter nicht wirklich Feierabend und ist rund um die Uhr in Bereitschaft. Über sein Smartphone ist der 24 Stunden am Tag mit dem vollautomatischen Melkroboter verbunden. Schlägt er Alarm, muss das Problem in kürzester Zeit behoben werden.

Mit einem Melkroboter muss der Landwirt trotzdem noch früh aufstehen. Schließlich geht es im Kuhstall ja nicht nur ums Melken. Das Futter für die Tiere muss vorbereitet werden, der Stall muss gesäubert und die Kälber versorgt werden. Durch den Melkroboter bleibt deutlich mehr Zeit, um die Kühe intensiver zu beobachten und sich um die Tiere zu kümmern.

Damit eröffnen sich neue Wege für das Wohl der Tiere – nur entspannte Kühe geben gute Milch!

Ausblick auf das nächste Thema des Monats

Wir werden spontan ein spannendes Thema finden!